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Ausstellung
Havelländische Malerkolonie – Blick in unsere Sammlung
03.09.2022 bis 16.04.2023

Interview zur Sammlungstätigkeit des Museums

In der aktuellen Ausstellung richten wir den Fokus auf den Sammlungsbestand und die Sammlungsgeschichte des Museums der Havelländischen Malerkolonie. Der vor zwanzig Jahren gegründete Förderverein konnte das Museum 2008 nach aufwendiger Sanierung durch die Gemeinde Schwielowsee im ehemaligen Kossätenhaus eröffnen. Bereits ein Jahr zuvor war mit finanzieller Unterstützung von Jochen Hoffzimmer aus Köln der Ankauf des um 1919 von Arthur Borghard gemalten Bildes „Bauerngehöft am Kornfeld“ gelungen und der Grundstock für die eigene Sammlung gelegt.

Mit dieser Ersterwerbung signalisierte der Verein die Übereinstimmung zwischen Vereinsziel und Sammlungsprofil, galt es doch von Anbeginn, die „Havelländische Malerkolonie“ als Dachmarke zu etablieren. Recherchen nach Künstlerinnen und Künstlern, die sich seit der Jahrhundertwende in und um Ferch aufgehalten haben und Werke mit Genreszenen und Landschaften der „havelländischen“ Umgebung des Schwielowsees schufen, gehören zu den Kernaufgaben der ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins.

In nur 15 Jahren wuchs der Sammlungsbestand auf inzwischen 180 Werke an, überwiegend durch Ankäufe oder Schenkungen erworben, ergänzt durch Dauerleihgaben, die das Sammlungsprofil schärfen. Die jüngste Erwerbung, eine aquarellierte Winterlandschaft aus dem Jahr 1949 von Magnus Zeller, gelang in diesem Jahr aus dem Nachlass Karl Vollpracht, Hilchenbach.

Knapp die Hälfte der ausgestellten Werke werden zum ersten Mal gezeigt. Ihre Gruppierung erfolgte motivisch. Im Hauptraum sehen Sie Genrebilder und Veduten von Künstlern wie Karl Hagemeister oder Carl Kayser-Eichberg, die die dörfliche bis kleinstädtische Bebauung oder das von Ackerbau und Viehzucht geprägte Leben am Schwielowsee zeigen. Im Nebenraum flankieren Ufer- und Waldlandschaften von Theodor Schinkel oder Rudolf Hellgrewe die Besucher. Von Hellgrewe stammt das Gemälde „Märkischer Waldsee“ aus dem Jahr 1909, für das um Spenden für die Restaurierung gebeten wird. Im Obergeschoss des Museums beschließen die Jahreszeiten in berückenden Landschaften von Johannes Hänsch oder vom Magnus Zeller den Rundgang.

Impressum
Konzept
Carola Pauly, Thomas Kumlehn
Kurator
Thomas Kumlehn
Ausstellungsdesign
freybeuter

Johannes Hänsch (1875–1945)
Regenbogensee im Frühling, 1936
Öl auf Leinwand
Schenkung 2020 | Dr. Richard Beetz, München

Theo von Brockhusen (1882–1919)
Blick vom Franzensberg in Richtung Werder, 1914
Öl auf Leinwand
Dauerleihgabe | Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam

Franz Heckendorf (1888–1962)
Sommer-Seenlandschaft, 1929
Öl auf Sperrholz
Ankauf 2011 | Galerie Barthelmess & Wischnewski, Berlin

Öffnungszeiten

Mai–Oktober
Do-So 12.00–16.00 Uhr

November–April
Sa+So 12.00–16.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung (für Gruppen)
Eintrittspreise

3,00 Euro pro Person

ermäßigter Eintritt
2,50 Euro pro Person

Kinder unter 14 Jahren frei
Museum der Havelländischen Malerkolonie

Beelitzer Str. 1 / Ecke Dorfstraße
14548 Schwielowsee / OT Ferch

Tel +49 (0)33209 21025
(nur während der Öffnungszeiten)
museum[at]havellaendische-malerkolonie.de
© 2022
Museum der Havelländischen Malerkolonie
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