Auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg bildeten sich infolge der Eiszeit rund 3000 Binnengewässer. Durch Eingriff des Menschen kamen etliche künstlich angelegte Teiche, Flutgräben und Kanäle hinzu. Einer der größten Seen ist der Schwielowsee. Maler und Malerinnen, beginnend mit dem aus Werder stammenden Karl Hagemeister, zeigten sich von der schlichten Schönheit der Gegend beeindruckt. Dabei drängten sich die das Brandenburger Land prägenden Gewässer als bildkonstitutiv geradezu auf. Was ihre Interpreten über mehrere Jahrzehnte hinweg einte, war die künstlerische Umsetzung einer unmittelbaren Naturerfahrung, das Eintauchen in eine Gegenwelt zur Metropole Berlin.
Die Ausstellung widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Gewässern Brandenburgs. Inspiriert von der stillen Schönheit der Landschaft, entwickelten Malerinnen und Maler eine Bildsprache, die unter dem Begriff „Berliner Impressionismus“ zusammengefasst wird: zurückhaltend im Ausdruck, Ton-in-Ton im Kolorit und geprägt von unmittelbarer Naturerfahrung als Gegenwelt zur Großstadt Berlin.
Gezeigt werden Werke u.a. von Walter Leistikow, Karl Hagemeister, Julie Wolfthorn und Magnus Zeller. Thematische Schwerpunkte sind u.a. die Seele der Landschaft, Freizeit am Wasser und soziale Kontraste.
Ein besonderes Highlight ist Eugen Spiros Kopie von Max Liebermanns „Birken am Seeufer im Wannseegarten“ (1918).